Aktuelles

Online-Petition für den Erhalt des Chemnitzer Schauspielhauses

  • Posted on: 6 May 2026
  • By: Johannes

Der Viadukt e.V. hat gemeinsam mit dem Stadtforum Chemnitz eine online-Petition mit folgenden Forderungen

  1. den Erhalt einer eigenen Spielstätte für das Sprechtheater (Schauspielhaus) und
  2. die Sanierung des alten Schauspielhauses am Park der Opfer des Faschismus (Zieschestraße) sowie
  3. die Einplanung entsprechender Mittel aus dem Infrastrukturpaket.

auf der Plattform openPetition.org gestartet.

Der folgende Link führt direkt zu Petition: openpetition.org/tghdz

Wir würden uns nicht nur über Ihre Unterschrift freuen sondern auch über die Nutzung der Kommentarfunktion und Möglichkeiten der Diskussion auf der Plattform.
Unterzeichner können von uns auch über Neuigkeiten in der Angelegenheit des Chemnitzer Schauspielhauses per E-Mail informiert werden.

 

Absturz von der Kulturhauptstadt in die Kulturlosigkeit

  • Posted on: 23 April 2026
  • By: Johannes

Mit Entsetzen haben wir die Veröffentlichungen zur neuen Vorhabensliste der Stadtverwaltung Chemnitz in der Presse (FP online 20.4.2026) zur Kenntnis genommen.  

Aus Sicht des Viadukt e.V zieht die Stadtverwaltung die völlig falschen Konsequenzen aus der Diskussion um den Standort des Schauspielhauses. Die Priorisierung des Opernhauses und die daraus ableitbare Forderung nach der Integration des Sprechtheaters in das Opernhaus (wie von einigen Stadträten, z.B. von der SPD, vorgeschlagen) kann nur zu einem Rückgang des Angebotes der Theater Chemnitz und damit zu einem Kulturabbau führen. Im Jahr 1 nach der Kulturhauptstadt Chemnitz und wenige Wochen vor dem Beginn des Festivals "Theater der Welt" in Chemnitz ist das ein katastrophales Zeichen für die zukünftige Kulturpolitik der Stadt Chemnitz.

Die von Teilen der Bevölkerung und vielen Akteuren aus dem Chemnitzer Kulturleben sehr engagiert geführte Diskussion um den Standort des Sprechtheaters in Chemnitz ist an erster Stelle ein Streit für die Kultur in der Stadt, für das Theater mit seiner langjährigen Tradition und dem ehemals ausgezeichneten Renommee. Dabei geht es selbstverständlich auch um eine kostengünstige und finanzierbare Variante, um gute Arbeitsbedingungen am Theater, um effektive Abläufe etc. 

Der Streit um den Standort wird aber auch geführt, weil die bisher favorisierte Variante „Spinnbau“ ungelöste Fragen bezüglich der Stadtentwicklung und der Aufrechterhaltung des Denkmalschutzes für das alte Schauspielhaus am Park der Opfer des Faschismus hinterlässt. In einem Thesenpapier, das der Viadukt e.V. im Februar veröffentlicht hatte, hat sich der Verein für die Sanierung des alten Schauspielhauses ausgesprochen. 

In der weiteren Beschäftigung mit der Thematik und im Licht der jüngsten Wende in der Position der Stadtverwaltung kann man nur zu einem vernichtendem Urteil über die Vorgehensweise der Stadtverwaltung kommen. Die These, dass das Vorgehen der Stadt bei der Suche nach einem zukünftigen Standort für das Sprechtheater planlos wäre, hat sich nun auf groteske Weise bestätigt und es verdichtet sich der Verdacht, dass der Vorschlag für die Variante „Spinnbau“ unseriös war. 

Wenn man daraus die Konsequenz gezogen hätte, und zu einem geordneten, nicht nur die finanziellen Aspekte der Standortentscheidung einbeziehenden, Verfahren zurückgefunden hätte, dann wäre das eine richtige Entscheidung gewesen. Aber die Idee, wenn keine Einigkeit über den Standort besteht, dann soll es eben gar kein Schauspielhaus mehr geben, ist eine grobe Missachtung der Bürger (und Abgeordneten), die für eine zukunftsfähige Kultur in der Stadt streiten.

Wenn wir irgendeine Lehre aus dem Kulturhauptstadt-Jahr ziehen können, dann ist es die Gewissheit, dass Kultur für ein positives Bild einer Stadt, für Lebensqualität und produktive Auseinandersetzungen   wesentlich ist. Die Stadtverwaltung hat jetzt noch die Gelegenheit Fehler zu korrigieren, sich für eine starke Kultur einzusetzen und gute Bedingungen für das Theater zu schaffen, statt sich auf die abschüssige Bahn des Kulturabbaus zu begeben. 

Der Viadukt e.V. und das Stadtforum Chemnitz haben versucht, die Diskussion um den Standort produktiv zu führen, haben zahlreiche Kontakte zu Fachleuten und Architekten geknüpft und versucht Unterstützer für das alte Schauspielhaus zu vernetzen. Als eine Maßnahme hatte der Verein einen offenen Brief an die Stadtverwaltung geschrieben und eine Liste mit Fragen mit der Bitte um Antwort binnen 4 Wochen vorgelegt. Diese Frist ist in der vergangenen Woche verstrichen, ohne irgendeine Reaktion der Stadtverwaltung. Selbst eine einfache Eingangsbestätigung schien nicht nötig zu sein.  

Gedanken des Viadukt e.V. zum Vorschlag „gemeinsame Spielstätte im Opernhaus“ für die Oper und das Schauspiel im Opernhaus

  • Posted on: 23 April 2026
  • By: Johannes
  1. Der Vorschlag konterkariert alle Bemühungen und Erfolge der Stadtgesellschaft, die mit der Bewerbung und der Etablierung von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas verbunden waren und noch sind. 
     
  2. Die Theater Chemnitz haben als ein wesentlicher Akteur mit ihren Aufführungen im vergangenen Jahr den Besuchern gezeigt, dass Chemnitz zu Recht den Titel Kulturhauptstadt Europas errungen hat.
     
  3. Der Vorschlag bedeutet eine drastische Kürzung der kulturellen Angebote der Theater Chemnitz, d. h, weniger Vorstellungen.
     
  4. Der Vorschlag ist ein Eingriff der kommunalen Politik in den Theaterbetrieb zu Lasten von Angebot und  Qualität.
    Damit sind voraussichtlich Kürzungen beim Personal verbunden. Die Theater Chemnitz werden damit sowohl für Künstler  (Schauspieler, Opernsänger, Chorsänger, Regisseure, Tänzer, Choreografen, etc.) als auch für das Publikum weniger attraktiv.
     
  5. Der Vorschlag bedeutet eine Multifunktionsbühne mit Eingriffen in die Aufführungspraxis. Er zwingt zu Kompromissen für beide Sparten. Die intimere Atmosphäre einer Schauspielbühne (Nähe zum Publikum) geht aufgrund der Dimension der Opernbühne verloren. Der Orchestergraben stört. Er kann zwar abgedeckt werden, bietet dort aber keine Möglichkeit für wechselnde Kulissen.
     
  6. Der Vorschlag führt zu Einschränkungen beim Probenbetrieb und zu Mehraufwendungen bei der Vorbereitung von Aufführungen. Es fehlt bisher jegliche Aussage, wie eine kleine Bühne (Ostflügel), Figurentheater und Probenräume integriert werden sollen.
     
  7. Der Vorschlag beinhaltet keine Lösung für die Zukunft des unter Denkmalschutz stehenden Schauspielhaus Zieschestraße.
     
  8. Der Vorschlag bietet keine Lösung für die eventuell anstehende technische Sanierung und Modernisierung der Oper.
     
  9. Das Schauspielhaus Zieschestraße ist eine der 30 Interventions-flächen die im BidBook zur Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas. Die Realisierung der 30 Interventionsflächen war ein Versprechen. Es ist die einzige Interventionsfläche die bisher nicht realisiert wurde.
     
  10. Die Zuwendungen aus dem Sondervermögen sind eine einmalige Chance, den Sanierungsstau, sowohl beim Schauspielhaus als auch beim Opernhaus aufzulösen. Deshalb sollte eine größere Summe davon auch dafür eingesetzt werden. Mit normalen Haushaltsmitteln wird das absehbar nicht zu stemmen sein. 
     
  11. Unsere Meinung: Die Mittel sowohl für die dringendst notwendigen Maßnahmen am Schauspielhaus Zieschestraße als auch am Opernhaus verwenden.

    Was das Schauspielhaus betrifft, ist die Vorplanung des Architekturbüros Fellendorf GmbH eine solide Grundlage. Die hier ermittelten Sanierungskosten betragen 34 Mio. Euro, mit Kostenentwicklung 36 Mio. Euro. Für die Sanierung sollen immer noch die ursprünglich geplanten 16 Mio. Euro zur Verfügung stehen, davon 6 Mio. zugesagte Fördermittel und 10 Mio. Euro Eigenmittel der Stadt Chemnitz, so die Antwort von Baubürger-meister Thomas  Kütter bei der Informationsveranstaltung am 26. und 27. Februar in der Stadtwirtschaft. Es wären dafür also nur 20 Mio. Euro für das Schauspielhaus aus dem Sondervermögen bereitzustellen. Zusätzlich weitere 20 Mio. für die Sanierung des Opernhauses.

    Die Stadtverwaltung selbst hatte ursprünglich vorgeschlagen, 56 Mio. Euro des Sondervermögens für Sanierung oder Neubau bereitzustellen. Die Entscheidung zu den Varianten Sanierung oder Neubau soll erst nach der Sommerpause erfolgen. Dabei sollte es bleiben!

Offener Brief an die Stadtverwaltung

  • Posted on: 25 March 2026
  • By: Johannes

gemeinsam mit dem Stadtforum Chemnitz hat der Viadukt e.V. am 18.3.2026 einen offenen Brief an den OB Sven Schulze und die Stadtverwaltung sowie an den Generalintendanten der Theater Chemnitz, Dr. Christoph Dietrich, geschrieben. Wir haben den Adressaten eine Liste von Fragen zugeleitet, deren Antwort wir für eine fundierte Entscheidung für oder gegen den geplanten neuen Standort des Schauspielhauses am Spinnereimaschienenbau in der Altchemnitzer Straße für unerlässlich halten.

Der Text des Schreibens und die Fragen lauten wie folgt:

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schulze,

 

Stadtverwaltung und Städtische Theater hatten am 26. Februar 2026 interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Bürgerinformationsveranstaltung „Zukunft des Chemnitzer Schauspielhauses – Impulse gestalten + Qualität bewahren“ eingeladen.

Die Stadtgesellschaft sieht die Frage nach dem Standort des Theaters als außerordentlich wichtig für die Stadtentwicklung an. Demzufolge war das Interesse an der Veranstaltung sehr groß und eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema war am Folgetag notwendig geworden.

Die für jeweils 1 ½ Stunden geplanten Veranstaltungen sollten nach den Informationen durch Frau Bürgermeisterin Ruscheinsky, Herrn Bürgermeister Kütter, den beiden Vertretern des Planungsbüros Drees & Sommer und dem Generalintendanten, Herrn Dr. Dietrich den Bürgerinnen und Bürgern noch die Möglichkeit bieten Fragen zu stellen und ihre Perspektiven einzubringen. Dafür war allerdings in den Veranstaltungen ursprünglich nur eine Viertelstunde Zeit eingeplant. Aufgrund der regen Beteiligung der Anwesenden, wurde schließlich das Veranstaltungsende verschoben. Dennoch war es nicht allen Anwesenden möglich ihre Fragen zu stellen, Antworten zu bekommen und sich damit eine Meinung zu bilden. So erging es auch uns.

Wir übergeben Ihnen deshalb mit diesem Schreiben, die für unsere Meinungsbildung wichtigen Fragen und bitten Sie deren Beantwortung möglichst bis zum 15. April 2026 zu veranlassen.

Da unsere Fragen von allgemeinem Interesse für die Öffentlichkeit sind, erlauben wir uns diese zugleich an die Stadtratsfraktionen und Medien weiterzugeben. 

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns ganz herzlich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Johannes Rödel
Viadukt e.V.

Verteiler:
Frau Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky
Herr Bürgermeister Thomas Kütter
Herr Generalintendant Dr. Christoph Dittrich

 

 

Fragen an die Stadtverwaltung zur Planung des Schauspielhauses

 

Was sind zwingend notwendige Maßnahmen und was sind „wünschenswerte“? Was sind ursprünglich nicht geplanten Maßnahmen? Gibt es Einsparpotenzial?

  1. Warum hat man nicht, unter Nutzung der vorhandenen Gelder von 16. Mio. Euro, bereits ab dem Jahr 2022 mit der Umsetzung der dringendsten Einzelmaßnahmen, z.B. Brandschutz, Elektroinstallation begonnen?
  2. Für die Sanierung des Schauspielhauses wurden statt bisher geplanter Kosten von 16 Mio. Euro nach der jetzigen Entwurfsplanung und Kostenberechnung 34 Mio. Euro ermittelt.
    Welchen Anteil haben dabei:
    • Brandschutzmaßnahmen
    • Erneuerung der Elektroinstallation
    • Erneuerung von Heizung, Klimaanlage, Sanitär
    • Bauliche Instandsetzungsmaßnahmen

    Was sind zwingend notwendige Maßnahmen und was sind „wünschenswerte“? Was sind ursprünglich nicht geplanten Maßnahmen? Gibt es Einsparpotenzial?

  3. Wie kommen die inzwischen veröffentlichten fast 70 Mio. Euro Sanierungs- und Umbaukosten für das Schauspielhaus zustande?
  4. Für die Sanierung des Schauspielhauses waren 6 Mio. Euro als Fördermittel zugesagt. Sind diese Gelder noch verfügbar?
    Wären sie auch für einen Neubau nutzbar?
  5. Für die beiden Varianten für den zukünftigen Standort des Schauspielhauses wurde ein erster Variantenvergleich vorgelegt.
    Welche Rolle spielte die Tatsache, dass das Schauspielhaus in der Zieschestr. unter Denkmalschutz steht, für den Variantenvergleich?
    Wie schätzt die Stadt Chemnitz den Denkmalwert des Gebäudes ein?
  6. Welche Rolle spielten Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes im Variantenvergleich?
  7. Gibt es Überlegungen zur Nachnutzung des Schauspielhauses an der Zieschestr. unter Beachtung des Denkmalschutzes für dieses Bauwerk? Wie hoch sind die jährlichen Kosten für die Sicherung der Bausubstanz?
  8. Welche Konzepte für den Park der OdF gibt es, wenn das Schauspielhaus in die Altchemnitzer Str. verlegt wird?
  9. Für die Variante Neubau wird nach Vorplanung und Kostenschätzung mit Kosten von 50 Mio Euro gerechnet.
    Welche Maßnahmen sind darin eingeschlossen?
    • Schauspielhaus mit Zuschauerraum, Bühnenturm (einschließlich Bühne und -technik) und Nebenräume. 
    • Neubau von Werkstätten (vergleichbar Harthau)
    • Umbau des Bestandsgebäudes zur „Probebühne Oper“ und zu Lager + Magazin
    • Freilichtbühne
    • Skywalk
    • Parkplätze, Außenanlagen
    • Abbrucharbeiten
    • Ausbau vorhandener Gebäude für Büros, JH?, Kostüme, Potenzialfläche?, etc.
  10. Mit welchem Kaufpreis wird für das Grundstück, auf dem die Neubauten der Variante „Spinnbau“ errichtet werden sollen, gerechnet?
  11. Auf welcher Grundlage wurden die Kosten für die Variante „Spinnbau“ ermittelt? Bis zu welcher Leistungsphase gehen die veröffentlichten Planungen?
  12. Wer ist Eigentümer des für die Bebauung vorgesehenen Grundstücks?
    Die Variante Spinnbau ist ein Mix aus Neubauten und angemieteten Räumen der Spinnwerk GmbH & Co KG Berlin. Über wieviel Jahre soll der Mietvertrag für die angemieteten Räume abgeschlossen werden und ist ein fester Mietpreis geplant? Gibt es einen „Plan B“, falls es nach Ende der vereinbarten Laufzeit zu keiner Einigung zur Fortsetzung des Mietverhältnisses kommt (Beispiele: Techn. Rathaus Annaberger Str., Moritzhof) oder bei Aufgabe der Immobilie durch den jetzigen Eigentümer?
  13. Ist bei der Variante Neubau eine Sanierung der Fassaden des Gebäudes Altchemnitzer Str. 27 und des Gebäudes welches quer dazu im Innenhof steht durch den Eigentümer geplant? Entstehen dadurch höhere Mietkosten?
  14. Wie soll die Variante „Spinnbau“ finanziert werden? Wird die Stadt Chemnitz Bauherr und Eigentümer oder soll ein Investor gefunden werden?
  15. Im Fall eines Investors, ist ein Abkauf durch die Stadt Chemnitz geplant oder ein Mietmodell oder ein Mietkauf?
  16. Welche Vorteile könnte die Variante „Spinnbau“ für die Oper bringen?
  17. Die Idee der Variante „Spinnbau“ geht einher mit der Idee eines Kulturquartiers in Altchemnitz. Welche Konzepte für die Entwicklung eines solchen Quartiers hat die Stadt? Wie könnten weitere Einrichtungen, einschließlich Gastronomie dort erfolgreich angesiedelt werden?
  18. Könnte die Variante „Spinnbau“ zur Belebung der Innenstadt beitragen, wenn ja, wie?
  19. Ist die Errichtung von Werkstätten, Lager + Magazin, Fundus als Vorgriff zur Errichtung des ursprünglich angedachten „Theaterkomplexes“ denkbar, z.B. auf der Fläche hinter der „Parteisäge“?
  20. Wie sicher ist die Finanzierung der Sanierung des Schauspielhauses oder eines Neubaus? Welche Fördermöglichkeiten gibt es für beide Projekte? Sind Fördermöglichkeiten aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes oder andere Förderprogramme für Denkmale, wie das Schauspielhaus, angefragt bzw. überhaupt in Betracht gezogen worden?
  21. Wie hoch sind die Mietkosten für die Ausweichspielstätte (Schauspielhaus, Probe- und Studiobühne, Figurentheater)? Mit welchen zusätzlichen Mietkosten wird für die zusätzliche Nutzung vorhandener Räume der Spinnwerk GmbH gerechnet? Bitte die Kosten dafür einzeln benennen!
  22. Wie wird gesichert, dass durch das Kunstfestival „Begehungen“ keine Schäden an der erhaltenswerten Bausubstanz des Schauspielhauses entstehen?
  23. Wie sind die jährlichen Kosten von ca. 600.000€ für innerstädtische Transporte zwischen den Standorten der Theater Chemnitz berechnet worden? 

Einweihungsfeier am Viadukt

  • Posted on: 5 September 2024
  • By: Johannes

10 Jahre Arbeit des Viadukt e.V. und auch mehrere Jahre Arbeit der Bahn an der Erhaltung und Ertüchtigung des Chemnitzer Viaduktes erleben mit der Einweihungsfeier der vollständig sanierten Brücke ihren Höhepunkt. 

Am Sonntag, 8.9.2024 wird die Deutsche Bahn anlässlich des Tages des offenen Denkmals die Einweihung des ertüchtigten Chemnitzer Bahnbogens, mit dem Viadukt als Herz- und Prunkstück, gebührend feiern. Informationen zum Programm mit historischen Sonderzügen und Führungen finden sich auf der Website  https://www.sachsen-franken-magistrale.de/das-projekt/dresden-werdau/chemnitzer-viadukt/aktuelles/tag-des-offenen-denkmals-2024-fuehrungen-und-sonderzuege-am-chemnitzer-viadukt.html.

Damit erlebt die Arbeit des Viadukt-Vereins nach 10 Jahren eine Zäsur, die auch Anlass gibt die Aktivitäten des Vereins Revue passieren zu lassen. An dieser Stelle sollte vor allem die erfolgreiche Rettung des Viaduktes im Vordergrund stehen. Wir sind durchaus stolz, dass wir einen Beitrag zur Bewahrung eines stadtbildprägenden Bau- und Industriedenkmals leisten konnten. Nachdem aber die politische Entscheidung für den Erhalt des Viaduktes gefallen war, hatten die Deutsche Bahn (DB Netz) und die von ihr beauftragen Ingenieurbüros und Baufirmen eine große und schwierige Aufgabe vor sich. Die denkmalgerechte Ertüchtigung einer über 100 Jahre alten, genieteten Stahlbrücke, so dass sie den gewachsenen Anforderungen des Bahnverkehrs der Zukunft für viele Jahre gerecht wird, ist keine Standardaufgabe und sowohl für die Ingenieure als auch für die ausführenden Unternehmen sehr herausfordernd. Aus Sicht des Viadukt-Vereins haben die Beteiligten diese Aufgabe mit dem besten wünschbaren Ergebnis gemeistert und es gibt allen Anlass dazu zu gratulieren. 

Natürlich werden aufmerksame Beobachter auch Veränderungen an der Konstruktion der Brücke feststellen. Von den ursprünglich vier parallelen Brücken und vier Gleisen werden nun die inneren beiden befahren. Dafür wurden die großen Balkenbrücken durch moderne Bauteile ersetzt und die Bögen verstärkt. Dabei wurde sich aber an die ursprüngliche statische Konstruktion einschließlich der Lagerung gehalten. Die Brücke hat außerdem eine moderne Fahrbahndecke aus Beton erhalten, was eine Reduzierung der Lärmentwicklung und damit einen Verzicht auf Lärmschutzwände zur Folge hatte.

Die vielen weiteren Herausforderungen, die während der Bauzeit zu Tage traten (und sicher so zahlreich waren, dass wir nicht einmal annähernd eine Ahnung von deren Komplexität haben), können hier nicht aufgezählt werden. Die Projektleitung der Bahn wird bestimmt mit Stolz und Freude davon am Tag des offenen Denkmals berichten.

Der Tag wird sicher bei manchen Beteiligten auch Anlass zu einer kritischen Rückschau geben, denn nicht alles Ziele des Viadukt e.V. konnten erreicht werden. Aber diese Betrachtung werden wir gesondert führen und freuen uns zunächst einmal darauf, dass Chemnitz jetzt sein Viadukt zurück hat!  

Viadukt e.V. Chemnitz fährt zur Preisverleihung nach Berlin

  • Posted on: 18 October 2021
  • By: Johannes

 

Der Viadukt e.V. wurde im vergangenen Jahr (2020) mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Aufgrund der Pandemielage fiel die Preisverleihung im vergangenen Jahr aus. Auch eine Verschiebung ins Frühjahr war nicht möglich gewesen, so dass die Preisverleihung der Preise für 2020 zusammen mit der Denkmalschutzpreisen 2021 stattfinden wird. Trotzdem sind wir sehr glücklich, dass wir jetzt zur Preisverleihung nach Berlin reisen und einen Nachmittag im Kreise vieler aktiver Denkmalschützer und anderer Preisträger verbringen dürfen.

Da weiterhin Beschränkungen in der Teilnehmerzahl bestehen, fährt der Viadukt-Verein am kommenden Freitag, 22.10.2021, mit einer kleinen Delegation nach Berlin und wird dabei vom Baubürgermeister Michael Stötzer begleitet. 

Wir freuen uns noch immer über die hohe Ehrung, wohl wissend, dass der erfolgreiche Kampf für die Erhaltung des Viaduktes auch dem Einsatz und der Unterstützung vieler Chemnitzer Bürger zu verdanken ist. Insofern gebührt der Preis eigentlich der gesamten Chemnitzer Bürgerschaft und in diesem Sinne nehmen wir die Silbere Halbkugel für Chemnitz entgegen.    

https://www.dnk.de/wp-content/uploads/2021/05/PM-Deutscher-Preis-2021.pdf

Ausstellung auf dem Neumarkt

  • Posted on: 20 October 2020
  • By: Johannes

Als kleine Danksagung für die Verleihung des deutschen Denkmalpreises 2020 an den Viadukt e.V. und als Dank an alle Unterstützer im Kampf für die Erhaltung des Chemnitzviaduktes haben wir auf dem Marktplatz vor dem Chemnitzer Rathaus eine kleine Ausstellung aufgebaut, die noch bis zum Freitag zu sehen ist.

Gezeigt werden Arbeiten einer Grundschulklasse (Gebrüder-Grimm-Grundschule) aus dem Jahr 2015, die den ersten Preis des Kinderkunstwettbewerbs des Viadukt-Vereins erhalten hatten. 

Mit der Ausstellung unterstützt der Viadukt e.V. auch die Chemnitzer Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Also ruhig mal vorbeischauen.



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Ausstellung zu den Tagen der Industriekultur

  • Posted on: 28 September 2019
  • By: Johannes
"Kämpfen lohnt sich" in der Ausstellung zum Bahnbogen
Aufbau der Ausstellung

Während der Chamnitzer Tage der Industriekultur laufen eine Reihe von Veranstaltungen im Wirkbau. Die Bahn macht eine Veranstaltung zum Baubeginn am Bahnbogen am Freitag, 26.9. ab 14:00 Uhr und die Stadt Chemnitz präsentiert am Sonntag die Berwerbung für die Kulturhauptstadt. Parallel dazu wurde in der frisch renovierten Halle G eine Kunstausstellung eröffnet und eine Lichtinstallation zeigt seit Donnerstag den Schriftzug "Europa" an der Annaberger Straße.

Es schien uns eine gute Gelegenheit zu sein, die Ausstellung über den Chemnitzer Bahnbogen und zum Chemnitzer Viadukt, die wir für den Tag des offenen Denkmals 2018 im Südbahnhof gemacht hatten, sowie die Ergänungen über die Aktivitäten des Vereins, die wir in diesem Jahr gezeigt haben, noch einmal zu präsentieren.
Mit Unterstützung des Wirkbaus haben wir die Ausstellung in den Gängen auf dem Weg zum Infozentrum der Deutschen Bahn aufgebaut. Soviel Subversion muss sein! 

Tag des offenen Denkmals 2019 am Chemnitzer Viadukt

  • Posted on: 3 September 2019
  • By: Johannes
Kämpfen lohnt sich - Kulturhauptstadt 2025

"Kämpfen lohnt sich" ist einer der Slogans der Stadt Chemnitz für die Kulturhauptstadtbewerbung 2025. Dieses Motto stellen wir auch über die gemeinsame Veranstaltung von Viadukt e.V. und der Deutschen Bahn zum Tag des offenen Denkmals am Chemnitzer Viadukt. Während die DB die Vorarbeiten und Pläne zur Ertüchtigung des Viaduktes präsentieren möchte, wird der Viadukt Verein in einer Ausstellung vor Ort die Geschichte des Viaduktes und das bürgerschaftliche Engagement für die Erhaltung in den Mittelpunkt stellen. 

Sowohl DB als auch Viadukt e.V. werden unterschiedliche thematische Führungen am Viadukt anbieten. Das bundesweite Motto des Tages des offenen Denkmals lautet 2019: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Um dieses Thema aufzunehmen, wollen wir in unseren Führungen das Thema "Das Viadukt an der Schwelle zur Moderne" beleuchten. Die Startzeiten werden nach Bedarf festgelegt. 

Das Umfeld des Viaduktes ist als Interventionsfläche in die Kulturhauptstadt-Bewerbung aufgenommen worden. Wir möchten am Tag des offenen Denkmals auch die Gelegenheit nutzen und Vorschläge aus der Bevölkerung zur Umfeldgestaltung zu sammeln.

Für musikalische Auflockerung der Veranstaltung wird die Trommelgruppe Dzee-wo aus Chemnitz sorgen (zwischen 11 und 14 Uhr).

Vortrag zur geplanten Ertüchtigung des Chemnitzer Viaduktes

  • Posted on: 15 June 2019
  • By: Johannes

Viadukt e.V. und die Denkmalschutzbehörde der Stadt Chemnitz laden zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit der Deutschen Bahn und dem Planungsbüro Krebs + Kiefer 

am Donnerstag, 20.6. 2019 um 17:30 Uhr

in die Aula der Industrieschule (BSZ für Technik I) am Platz der OdF 1 in Chemnitz ein.

In der Veranstaltung stellen die von der Bahn beauftragten Planer den Vorschlag für die Ertüchtigung des Chemnitzer Viaduktes vor. Die vorgestellte Variante ist das Ergebnis der Beratungen im Rahmen des von der Bahn einberufenen Fachbeirates für die Sanierung des Viaduktes. Sie soll einerseits die Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllen und andererseits allen Forderungen genügen, die ein moderner und zukunftsfähiger Eisenbahnverkehr stellt. 

Details der Planung werden im Vortrag von Krebs und Kiefer vorgestellt und können im Anschluss mit dem Publikum diskutiert werden.

 

 

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