Aktuelles

Ausstellung zu den Tagen der Industriekultur

  • Posted on: 28 September 2019
  • By: Johannes
"Kämpfen lohnt sich" in der Ausstellung zum Bahnbogen
Aufbau der Ausstellung

Während der Chamnitzer Tage der Industriekultur laufen eine Reihe von Veranstaltungen im Wirkbau. Die Bahn macht eine Veranstaltung zum Baubeginn am Bahnbogen am Freitag, 26.9. ab 14:00 Uhr und die Stadt Chemnitz präsentiert am Sonntag die Berwerbung für die Kulturhauptstadt. Parallel dazu wurde in der frisch renovierten Halle G eine Kunstausstellung eröffnet und eine Lichtinstallation zeigt seit Donnerstag den Schriftzug "Europa" an der Annaberger Straße.

Es schien uns eine gute Gelegenheit zu sein, die Ausstellung über den Chemnitzer Bahnbogen und zum Chemnitzer Viadukt, die wir für den Tag des offenen Denkmals 2018 im Südbahnhof gemacht hatten, sowie die Ergänungen über die Aktivitäten des Vereins, die wir in diesem Jahr gezeigt haben, noch einmal zu präsentieren.
Mit Unterstützung des Wirkbaus haben wir die Ausstellung in den Gängen auf dem Weg zum Infozentrum der Deutschen Bahn aufgebaut. Soviel Subversion muss sein! 

Tag des offenen Denkmals 2019 am Chemnitzer Viadukt

  • Posted on: 3 September 2019
  • By: Johannes
Kämpfen lohnt sich - Kulturhauptstadt 2025

"Kämpfen lohnt sich" ist einer der Slogans der Stadt Chemnitz für die Kulturhauptstadtbewerbung 2025. Dieses Motto stellen wir auch über die gemeinsame Veranstaltung von Viadukt e.V. und der Deutschen Bahn zum Tag des offenen Denkmals am Chemnitzer Viadukt. Während die DB die Vorarbeiten und Pläne zur Ertüchtigung des Viaduktes präsentieren möchte, wird der Viadukt Verein in einer Ausstellung vor Ort die Geschichte des Viaduktes und das bürgerschaftliche Engagement für die Erhaltung in den Mittelpunkt stellen. 

Sowohl DB als auch Viadukt e.V. werden unterschiedliche thematische Führungen am Viadukt anbieten. Das bundesweite Motto des Tages des offenen Denkmals lautet 2019: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Um dieses Thema aufzunehmen, wollen wir in unseren Führungen das Thema "Das Viadukt an der Schwelle zur Moderne" beleuchten. Die Startzeiten werden nach Bedarf festgelegt. 

Das Umfeld des Viaduktes ist als Interventionsfläche in die Kulturhauptstadt-Bewerbung aufgenommen worden. Wir möchten am Tag des offenen Denkmals auch die Gelegenheit nutzen und Vorschläge aus der Bevölkerung zur Umfeldgestaltung zu sammeln.

Für musikalische Auflockerung der Veranstaltung wird die Trommelgruppe Dzee-wo aus Chemnitz sorgen (zwischen 11 und 14 Uhr).

Vortrag zur geplanten Ertüchtigung des Chemnitzer Viaduktes

  • Posted on: 15 June 2019
  • By: Johannes

Viadukt e.V. und die Denkmalschutzbehörde der Stadt Chemnitz laden zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit der Deutschen Bahn und dem Planungsbüro Krebs + Kiefer 

am Donnerstag, 20.6. 2019 um 17:30 Uhr

in die Aula der Industrieschule (BSZ für Technik I) am Platz der OdF 1 in Chemnitz ein.

In der Veranstaltung stellen die von der Bahn beauftragten Planer den Vorschlag für die Ertüchtigung des Chemnitzer Viaduktes vor. Die vorgestellte Variante ist das Ergebnis der Beratungen im Rahmen des von der Bahn einberufenen Fachbeirates für die Sanierung des Viaduktes. Sie soll einerseits die Anforderungen des Denkmalschutzes erfüllen und andererseits allen Forderungen genügen, die ein moderner und zukunftsfähiger Eisenbahnverkehr stellt. 

Details der Planung werden im Vortrag von Krebs und Kiefer vorgestellt und können im Anschluss mit dem Publikum diskutiert werden.

 

 

Ausstellung über die Königin-Marienhütte in den Priesterhäusern in Zwickau

  • Posted on: 8 March 2019
  • By: Johannes

Die Königin-Marienhütte in Cainsdorf (Zwickau) war einst Sachsens größtes Stahl- und Hüttenwerk und hat Sachsens Industriegeschichte entscheidend mitgeprägt. Neben mehr als 1000 anderen Brücken (z.B. das Blaue Wunder!), vorwiegend für die Eisenbahn, hat die Marienhütte das Chemnitzer Viadukt geplant und hergestellt.

Das Zwickauer Museum Priesterhäuser widmet der Marienhütte eine Ausstellung anlässlich der Gründung des Werkes vor 180 Jahren. Die Ausstellung ist noch bis Ende März zu sehen.

Link zur Ausstellung

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Tag des offenen Denkmals am Südbahnhof

  • Posted on: 2 September 2018
  • By: Johannes

Der Viadukt e.V. beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals. Das Motto der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierten, deutschlandweiten Veranstaltung am  9. September lautet in diesem Jahr "Entdecken, was uns verbindet". Viadukt e.V. möchte auch in diesem Jahr wieder die kleinen Brücken im Chemnitzer Bahnbogen und insbesondere das Ensemble am Südbahnhof in den Mittelpunkt stellen. 

Nachdem im Juni veröffentlichten Planfeststellungsbeschluss dürfen außer dem Viadukt alle anderen denkmalgeschützten Brücken abgerissen werden. Wir möchten noch einmal auf den besonderen Wert des gesamten Ensembles aufmerksam machen. Das Landesdenkmalamt in Dresden hatte im vergangenen Jahr den gesamten Bahnbogen, einschließlich aller Brücken und Bahnhöfe zum Denkmalensemble erklärt und unter besonderen Schutz gestellt. Im Planfeststellungsverfahren ist das jedoch nicht berücksichtigt worden.

Besuchen Sie uns am Südbahnhof (Reichenhainer Straße 1)

Öffnungszeiten: 11:00 bis 17:00

Einblicke in das 110 Jahre alte denkmalgeschützte Empfangsgebäude und Informationen zur neuen Nutzung durch die Kulturbahnhof Chemnitz gGmbH,

  • Ausstellung mit Fotos und historischen Dokumenten zur Geschichte des Südbahnhofs und des Chemnitzer Bahnbogens, einschließlich Viadukt Annaberger Straße/Beckerstraße,
  • 12:00 und 14:00 Uhr Führungen entlang des Bahnbogens durch Viadukt e.V.
  • musikalische Unterhaltung
  • Kinderbasteln
  • Imbiss- und Getränkeangebot

Wir freuen uns wie immer auf interessierte Besucher!

 

Nachtrag: Vielen Dank an die vielen interessierten Besucher! Wir waren sehr positiv überrascht von dem Besucheransturm. Sowohl die Ausstellung als auch die beiden Führungen waren sehr gut besucht. 
Die Bahn hatte eine eigene Veranstaltung am Viadukt organisiert, bei der die Brückenwerkstatt Dresden einen Einblick in Ihre Arbeit bot. Wir haben die Gelegenheit genutzt, auch der Bahn einen Besuch abzustatten und konnten im Gegenzug auch Vertreter der Bahn bei unserer Veranstaltung begrüßen.

Mehr Bilder vom Viadukt e.V. am Tag des offenen Denkmals 2018 gibt es in der Bildergalerie  

Was gefeiert werden muss, muss gefeiert werden: Viadukt bleibt!

  • Posted on: 11 June 2018
  • By: Johannes

Der Beschluss des Eisenbahnbundesamtes, das Viadukt zu erhalten, ist ein Grund zum feiern!
Wir laden am 12.6. um 20:00 Uhr alle Chemnitzer, Unterstützer, Interessierte und Neugierige zu einer kleinen Feier am Viadukt (Beckerstraße) ein.

Bringt ein Glas Sekt mit, damit wir auf den Erfolg der Chemnitzer anstoßen können! 
Und warum nicht gleich ein Picknick? Und eine strahlend helle Taschenlampe! 

und so langsam zeichnet sich auch ein Programm für unser spontanes Bürgerfest ab:

  • Der erste 1. Chemnitzer Pétanque Club möchte unter dem „liegenden Eiffelturm“ mit uns einige Runden Boule spielen! Es wird extra Sand für ein Spielfeld aufgeschüttet .
  • Zwei große Damen von Las Fuegas überraschen uns auf Stelzen!
  • Wir wollen eine große Girlande zur Feier des Tages herstellen. Wer mitmachen möchte, kann Papier oder Stoff mit bringen, je bunter um so besser!
  • Wenn es dunkel geworden ist, wollen wir mit Taschenlampen das Viadukt festlich beleuchten.
  • Picknick und Sekt zum Anstoßen aus dem mitgebrachten Picknickkorb.
    Es wird aber auch vor Ort ein kleines Getränkeangebot geben.

Und wenn es doch regnen sollte, dann kommt eben mit einem bunten Regenschirm!

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Landesdirektion Sachsen befürwortet die Ertüchtigung des Viaduktes!

  • Posted on: 27 October 2017
  • By: Johannes

Mit großer Erleichterung hat der Viadukt e.V. die heutige Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen aufgenommen, in der erklärt wird, dass das Anhörungsverfahren im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens abgeschlossen und die Stellungnahme der LDS an das Eisenbahnbundesamt abgegeben wurde. Die entscheidende Passage in der Presserklärung geben wir am besten im Wortlaut wieder:

"In Auswertung und rechtlicher Würdigung des Anhörungsverfahrens hat die Landesdirektion Sachsen mit ihrer Stellungnahme an das Eisenbahn-Bundesamt empfohlen, den Erhalt und die Ertüchtigung des historischen Chemnitztalviaduktes im Rahmen einer Planänderung zu veranlassen. Damit könnte das technische Denkmal Chemnitztalviadukt auch künftig als Zeugnis für die Stahlbaukunst in der Zeit um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert dienen und zugleich den aktuellen Anforderungen des Bahnverkehrs gerecht werden."

Damit hat sich die Landesdirektion in Bezug auf das Viadukt vollständig hinter die Einsprüche des Viadukt e.V., der Stadt Chemnitz, des Landesdenkmalamtes und vieler Bürger gestellt. Wir sind über diese Entscheidung besonders froh, weil das Anhörungsverfahren die einzige und damit entscheidene Stelle im Planfeststellungsverfahren war, in der die Forderungen des Denkmalschutzes noch einmal vorgebracht und eventuell eine Planänderung veranlasst werden kann. Und das bedeutet, dass wir und die Chemnitzer Bürger, die uns unterstützt haben, unsere Arbeit an dieser Stelle ganz gut gemacht haben! Dieser Etappensieg ist ein wichtiger Meilenstein für die Stadt Chemnitz!

Leider war der Pressemitteilung noch keine Information zu den "kleinen Brücken" und dem Südbahnhof zu entnehmen. Insbesondere die Eisenbahnüberführung über die Augustusburger Straße und der Südbahnhof mit seinen charakteristischen Brücken liegen uns ebenfalls sehr am Herzen. Sie sind wichtige Bestandteile des Ensembles Chemnizer Bahnbogen und stehen ebenfalls unter Denkmalschutz.

Mit dem Votum der Landesdirektion ist das Verfahren aber noch nicht abgeschlossen. Die LDS führt für das Eisenbahnbundesamt das Planfeststellungsverfahren durch, der letzlich bindende Beschluss wird aber vom Eisenbahnbundesamt nach Prüfung der Empfehlung des LDS gefällt. Nach Auskunft der Landesdirektion sind dafür zwei Monate zu veranschlagen, so dass wir am Anfang des nächsten Jahres auf einen (für uns) positiven Beschluss der Eisenbahnbundesamtes hoffen dürfen.

 

  

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Tag des offenen Denkmals am 10. September 2017

  • Posted on: 23 August 2017
  • By: Johannes

Der Viadukt e.V. beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals. Das Motto der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordinierten, deutschlandweiten Veranstaltung am 10. September lautet in diesem Jahr "Macht und Pracht". http://tag-des-offenen-denkmals.de

Wir möchten zu diesem Anlass den gesamten Bahnbogen mit allen noch erhaltenen denkmalgeschützten Brücken in den Fokus stellen. Wie bekannt ist, sollen nach dem Planfeststellungsantrag der DB nicht nur das Viadukt über die Annaberger- und Beckerstraße, sondern auch die Eisenbahnüberführungen Augustusburger Straße, Reichenheiner Straße (Südbahnhof), Stollberger Straße und Reichsstraße (Bahnhof Mitte/Nikolaibahnhof) abgerissen werden. Jede dieser Brücken ist ein Einzeldenkmal. Der Viadukt e.V. setzt sich dafür ein, das gesamte Ensemble des Bahnbogens unter Schutz zu stellen.

Viadukt e.V. lädt am Tag des offenen Denkmals zu geführten Spaziergängen entlang des Chemnitzer Bahnbogens ein.

Startpunkt: Bahnhof Mitte (Nikolaibahnhof), jeweils 10:30 Uhr und 12:30.

Die geführte Route entlang allen historischen Eisenbahnbrücken, dem Nikolaibahnhof und dem Südbahnhof hält viele Informationen zu den Bauwerken sowie zum aktuellen Stand der Planungen für die Streckensanierung durch die Deutsche Bahn bereit, mit dem einen oder anderen Blick auch abseits des Weges. Die Führung dauert jeweils ca. 1½ Stunden.

Endpunkt: EÜ Augustusburger Straße.
Am Ende des Spazierganges warten im Bereich unter der Eisenbahnbrücke Augustusburger Straße bei musikalischer Umrahmung ein hoffentlich reger Gedankenaustausch und ein kleiner Imbiss.
Ende der Veranstaltung ca. 15.30 Uhr.

Weitere Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals 2017 in Chemnitz findet man über oben angegebene Website oder über die Website der Stadt Chemnitz.

 

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Warum noch eine Petition?

  • Posted on: 5 February 2017
  • By: Johannes

Viele Chemnitzer, aber auch viele auswärtige Unterstützer haben in den vergangenen Jahren schon die eine oder andere Petition für die Erhaltung des Viaduktes unterschrieben. Außerdem wurden tausende von Postkarten an den sächsischen Ministerpräsidenten versandt. Warum ist jetzt noch eine weitere Petiton notwendig und sinnvoll? 

Auf diese sehr berechtigte Frage gibt es eine einfache Antwort: Petitionen auf unabhängigen Petitionsplattformen, wie openPetiton, Campact, Change, etc. sind sehr wichtig und wirkungsvoll, sie haben aber den Nachteil, dass sie rechtlich nicht bindend sind. Nur Eingaben bei den offiziellen Petitionsausschüssen der Landtage und des Bundestages haben einen bindenen Charakter. Die Parlamente müssen sich mit diesen Petitonen befassen und die zuständigen Behörden müssen Stellung nehmen. Nur mit einer Petiton im Bundestag können wir versuchen, Bewegung in die politischen Aspekte der Erhaltung des Viaduktes zu bringen und die notwendigen Diskussionen um die Finanzierung von Denkmalschutzmaßnahmen bei der Bahn anzustoßen. Denn über das notwendige Geld wird letzten Endes in Berlin entschieden. 

Die Eisenbahninfrastruktur, und damit auch alle Brücken, sind Eigentum des Bundes und der Deutschen Bahn "zur Bewirtschaftung" übergeben. Mit dem Bundesverkehrswegeplan finanziert der Bund nur Neubaumaßnahmen für die Bahn und investiert damit in die eigene Infrastruktur. Für Sanierungs- und Ertüchtigungsarbeiten bekommt die Bahn zwar auch Geld vom Bund, aber diese Maßnahmen erscheinen dann als Kosten in der Unternehmensbilanz der Bahn. Die Aussage der Bahn, dass sowohl Neubau als auch Sanierung letzlich vom Steuerzahler finanziert werden, ist zwar richtig, aber diese Finanzkonstruktion ist ein systematischer Nachteil für die Variante der Erhaltung des Viaduktes und der anderen Brücken im Bahnbogen. Wohlgemerkt, auch wenn die Sanierung billiger als die Erhaltung wäre!   

Vertreter der Bahn hatten in Gesprächen anklingen lassen, dass Sie sich eine Erhaltung des Viaduktes durchaus vorstellen könnten, aber die Entscheidung dafür läge beim Bund.

Außerdem sind in dieser Petition zum ersten Mal auch die anderen Brücken des Bahnbogens in den Blick genommen worden. Die Aufmerksamkeit, die dem Viadukt zuteil geworden ist, wollen wir jetzt für den gesamten Bahnbogen als Denkmalensemble, insbesondere für die Brücke über die Augustusburger Straße und den Südbahnhof nutzen. 

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Neue Petition kann bis zum 3. März 2017 unterschrieben werden

  • Posted on: 5 February 2017
  • By: Johannes

Der Viadukt e.V. hat vor Weihnachten noch eine Petition im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingereicht. Die Petition ist jetzt veröffentlicht und kann innerhalb eines Monats unterschrieben (mitgezeichnet) werden. Wir bitten alle Unterstützer und Befürworter unseres Kampfes für die Erhaltung des Viaduktes und der anderen Brücken im Chemnitzer Bahnbogen noch einmal um aktive Beteiligung. Unterstützen Sie uns und unterschreiben Sie auch diese Petition.

Die Petition ist auf der Petitionsseite des Bundestages veröffentlicht und kann dort (nach vorheriger Anmeldung) direkt unterschrieben werden. 

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2016/_12/_05/Petition_68821.html

Es können aber auch Unterschriftenlisten eingesandt werden. Wir stellen Listen auf unserer Hompage zum Download zur Verfügung. Diese können entweder direkt oder über den Viadukt e.V. eingeschickt werden.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die unter Denkmalschutz stehenden Brücken des "Chemnitzer Bahnbogens“ und insbesondere das Chemnitz-Viadukt zu erhalten.

Begründung

Die Deutsche Bahn Netz AG (DB Netz AG) als Bewirtschafter der bundeseigenen Eisenbahninfrastruktur beantragte im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für das Vorhaben ABS Karlsruhe-Stuttgart-Nürnberg-Leipzig/Dresden (NBL) Chemnitz Hbf (a)-Chemnitz-Kappel (a), Strecke 6258, km 80,500 - km 83,300 den Abriss von fünf unter Denkmalschutz stehenden Eisenbahnüberführungen, unter ihnen der Chemnitz-Viadukt als ein Bauwerk von nationaler Bedeutung (auch als „Chemnitztal-Viadukt“, „Beckerbrücke" oder „Eisenbahn-Viadukt über die Annaberger- und Beckerstraße“ bezeichnet). 

Die Eisenbahnüberführungen bilden zusammen mit zwei im obigen Streckenabschnitt liegenden Haltepunkten ein Ensemble, welches das Stadtbild prägen und für die Chemnitzer Bürger sichtbare Zeichen der Stadt- und Industriegeschichte sind. Es ist der Wille eines breiten Bündnisses aus Bürgern der Stadt Chemnitz, dem Stadtrat, der Stadtverwaltung, Politikern des Landes Sachsen und des Bundes, des BUND sowie des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, diese Eisenbahnüberführungen zu erhalten. Diesen Willen missachtet die DB Netz AG, indem sie an ihren Abrissplänen festhält.

Auch das Deutsche Nationalkomitee von ICOMOS, dem International Council on Monuments and Sites (Internationaler Rat für Denkmalpflege), sowie das Deutsche Nationalkomitee von TICCIH (The International Committee for the Conservation of the Industrial Heritage) haben das Chemnitzer Viadukt als Industrie- und Baudenkmal von nationaler Bedeutung, auch im internationalen und europäischen Kontext, gewürdigt.  

Der Bund als Eigentümer der Eisenbahninfrastruktur ist in der Pflicht, Denkmäler, insbesondere solche von nationaler Bedeutung, zu erhalten. Diese Verpflichtung folgt hier aus dem sächsischen Denkmalschutzgesetz, welches auch für sächsische Denkmäler im Bundesbesitz gilt. 

Die Pläne der DB-Netz AG verstoßen somit gegen das sächsisches Landesrecht, weil die Belange des Denkmalschutzes bei der Planung und den Maßnahmen nicht angemessen berücksichtigt werden. Die DB Netz AG hat außerdem seit Übernahme der Eisenbahnüberführungen in ihre Verantwortung pflichtwidrig Investitionen in diese Denkmale der Industriekultur unterlassen. 

Die Eisenbahnüberführungen werden bis jetzt für den Eisenbahnverkehr genutzt und könnten nach Instandsetzung der pflichtwidrig verursachten Schädigungen und mit angemessenen Ertüchtigungsmaßnahmen alle zukünftigen Anforderungen an einen modernen Eisenbahnverkehr in gleicher Weise wie die geplanten Neubauten erfüllen. 

Wir fordern das zuständige Bundesverkehrsministerium hiermit auf, bei der DB Netz AG den Erhalt aller denkmalgeschützten Eisenbahnüberführungen des Chemnitzer Bahnbogens zu erwirken. 

Die Deutsche Bahn AG als Bewirtschafter der bundeseigenen Eisenbahninfrastruktur sollte im Rahmen der Zuweisungen für den Erhalt der Infrastruktur auch finanziell in den Stand gesetzt werden, ihren Verpflichtungen aus dem Denkmalschutz gerecht zu werden.

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